Was geschah auf der Krk-Brücke? Die ganze Wahrheit über das Drama um den deutschen Urlauber-Anhänger
Es klang wie ein geschmackloser Aprilscherz, doch die Realität am 1. April war auf der Krk-Brücke bitterer Ernst. Die Bilder eines silbernen Anhängers mit deutschem Kennzeichen, der im 45-Grad-Winkel über dem 67-Meter-Abgrund schwebt, gingen viral. Wir haben nun die exakten Details der Feuerwehr vorliegen: Wie knapp war es wirklich?

Chronologie des Schreckens: Windböen bis 150 km/h
Um 14:30 Uhr ging bei der Feuerwehr die Alarmierung ein: Ein Wohnanhänger hing infolge schwerer Sturmböen über dem Geländer der Krk-Brücke. Die Bedingungen vor Ort waren katastrophal. Messungen ergaben Windgeschwindigkeiten von bis zu 150 km/h – eine Naturgewalt, die selbst für erfahrene Retter eine enorme Herausforderung darstellt.

Millimeterarbeit über dem Abgrund
Die JVP Grada Krka rückte sofort mit 3 Fahrzeugen und 4 mutigen Einsatzkräften aus. Zur Unterstützung eilten zudem die Kollegen der JVP Grada Rijeke mit weiteren 3 Fahrzeugen herbei.
Aufgrund der extremen Böen war eine sofortige Bergung des Anhängers unmöglich. Die oberste Priorität der Retter war es, das Gespann mit Seilen zu sichern, um ein Abrutschen in die Tiefe zu verhindern. In 67 Metern Höhe über dem Meer mussten die Einsatzkräfte geduldig auf ein kurzes Nachlassen des Windes warten, um die Bergung gemeinsam mit einem Abschleppdienst sicher durchzuführen.

Nicht der einzige Vorfall: Zweiter Einsatz in der Nähe
Während die Retter noch mit dem ersten Gespann kämpften, erreichte sie eine weitere Hiobsbotschaft: Nur ein Stück entfernt war durch den heftigen Wind ein weiterer Anhänger umgekippt. Auch hier leisteten die Feuerwehren aus Krk und Rijeka ganze Arbeit, stellten den Anhänger mittels Seilwinden wieder auf die Räder und geleiteten das Fahrzeug sicher von der Brücke.
Schock für Mensch und Tier
In dem ersten Gespann befand sich ein deutscher Urlauber, der nicht allein reiste – seine Hunde waren mit an Bord. Man mag sich kaum ausmalen, welcher Schock den Mann und seine vierbeinigen Begleiter getroffen hat, als sie realisierten, dass nur noch die Anhängerkupplung sie vor dem freien Fall bewahrte. Dieser 1. April wird dem Fahrer wohl für immer in Knochen stecken.

Ein Riesen Dankeschön an die Helden des Tages
Dass dieser Tag ohne Verletzte endete, ist allein der perfekten Koordination und dem mutigen Einsatz der JVP Grada Krka und der JVP Grada Rijeke zu verdanken. Ein Riesen Dankeschön an alle Einsatzkräfte, die bei orkanartiger Bura ihr Leben riskierten, um Urlauber und Tiere zu retten!
Jetzt erst mal tief durchatmen
Trotz dieses dramatischen Starts wünschen wir dem deutschen Herren und seinen Hunden nun eine hoffentlich entspannte Zeit auf unserer Insel. Denn wie man so schön sagt: Auf Krk kann man besonders gut abschalten. Wir hoffen, dass die Ruhe der Insel hilft, diesen Schock schnell zu vergessen.
„Fotos: JVP Grada Krka„





