Verkehrschaos vor Krk: Wer steckt hinter dem illegalen Car Meet?
Rijeka ist für die meisten Urlauber das Tor zur Kvarner Bucht und die letzte große Station vor der Krk-Brücke. Doch am vergangenen Wochenende gab es hier für viele Reisende kein Durchkommen. Ein massives, illegales Autotreffen verwandelte die Straßen in eine Chaos-Zone. Wer genau hinter diesen gefährlichen Aktionen steckt, war zunächst unklar – doch jetzt eskaliert die Situation im Netz völlig und rückt Akteure aus Österreich und Deutschland in den Mittelpunkt.
Gezielte Blockaden und Kritik an der Polizei
Die Raser und Drifter blockierten unter anderem einen großen Kreisverkehr in Škurinje sowie eine Autobahnauffahrt bei Rijeka für fast eine Stunde. Besonders erschreckend: Um ungestört driften zu können, forderten die Organisatoren zehntausende Zuschauer über riesige Messenger-Gruppen dazu auf, menschliche Mauern zu bilden und Polizeiautos mit den eigenen Fahrzeugen zu blockieren. Fast 100.000 Menschen verfolgten das Treiben live über Social Media.
Obwohl Vertreter der legalen kroatischen Szene die Polizei bereits im Vorfeld gewarnt und am Tatabend live über die Routen informiert hatten, stufte der örtliche Polizeichef die Ereignisse im Nachhinein als „unvorhersehbar“ ein. Diese Aussage sorgt nun für scharfe Kritik und Forderungen nach personellen Konsequenzen.
Die legale Szene wehrt sich – und startet eine Jagd im Netz
Die offizielle Auto-Szene in Kroatien ist wütend über den Vorfall. Veranstalter von legalen Events, wie dem beliebten „Meet & Chill“ in Punat auf Krk, distanzieren sich vehement von dem Chaos. Da die Öffentlichkeit jedoch teils die gesamte Tuning-Szene unter Generalverdacht stellt, hat die lokale Community (darunter „Stance Adria“) nun selbst Ermittlungen angestellt – mit brisanten Ergebnissen. Die angebliche Hauptspur führt demnach direkt in den deutschsprachigen Raum.
Die TSNS-Connection
Laut den Leaks der kroatischen Szene steckt maßgeblich die österreichische Gruppierung „TSNS“ (mutmaßlich aus dem Raum Niederösterreich Süd) hinter den Straßenblockaden. Kroatische Veranstalter haben in ihren wütenden Instagram-Storys sogar die angeblichen Klarnamen der beiden österreichischen Köpfe hinter dem Profil geleakt (Dominik G. und Alexander K.) und Fotos der mutmaßlichen Täter geteilt.
Zum Instagram-ProfilDer lokale Maulwurf
Doch die Österreicher waren offenbar nicht allein. Geleakte WhatsApp-Chats deuten auf einen lokalen Tuning-Veranstalter hin, der als „Maulwurf“ agierte. Brisant für unsere deutschen Leser: Dieser Informant pendelt laut seinem öffentlichen Instagram-Profil zwischen Rijeka und dem bayerischen Landshut. Er soll die geheimen Standorte in Rijeka im Vorfeld ausgesucht haben und bat in den Chats ausdrücklich darum, anonym zu bleiben, um keine Probleme für seine eigenen legalen Treffen zu bekommen.
Zum Instagram-ProfilWas bedeutet das für Ihren Krk-Urlaub?
Während hinter den Kulissen ein regelrechter Internet-Krieg tobt und Beweise an Anwälte und die Polizei übergeben werden sollen, können Krk-Urlauber aufatmen: Die Lage auf den Straßen rund um Rijeka hat sich völlig normalisiert. Der Verkehr fließt wieder sicher. Es wird erwartet, dass die massiven internen Konflikte weitere illegale Treffen in der Region vorerst unterbinden.
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